Datenreport · Remote-Arbeitsmarkt Deutschland
Remote Work in Deutschland 2026: Daten, Gehälter, Städte, Trends
Der nomado24 Remote-Report 2026
Amtliche Quellen: Stand der ursprünglichen Ausgabe vom 17. Juli 2026, mit dem jeweiligen Bezugsjahr je Zahl. Redaktionelle Korrektur: 30. September 2026.
Korrektur vom 30. September 2026, Version 2: Die historischen Index-Auswertungen dieser Ausgabe sind zurückgezogen. Sie stammen aus einer früheren Quellenbasis, die nicht der heute geltenden Veröffentlichungsrichtlinie entspricht. Die eingefrorene Veröffentlichung enthält aggregierte Zahlen statt der damaligen Einzeldaten. Daraus lassen sich Verteilungen und Gehaltswerte nicht verlässlich neu berechnen. Wir veröffentlichen deshalb keine geschätzte Ersatzserie.
Amtliche Statistiken beschreiben Verbreitung, Arbeitsformen und Gehälter in Deutschland. Die zuvor ergänzten historischen nomado24-Index-Auswertungen wurden am 30. September 2026 zurückgezogen; sie sind keine Grundlage dieser überarbeiteten Ausgabe.
Vier Befunde aus amtlicher Statistik
Jeder Befund nennt seine amtliche Quelle und seinen Bezugszeitraum. Aussagen über Beschäftigte sind nicht mit der Zahl ausgeschriebener Stellen gleichzusetzen.
Ein Viertel der Erwerbstätigen arbeitet zumindest gelegentlich im Homeoffice
Vollremote schrumpft, Hybrid ist die Norm
Homeoffice ist zwischen den Branchen extrem ungleich verteilt
Das Medianeinkommen in Deutschland gibt den Maßstab
| Nr. | Kernbefund | Zahl | Quelle |
|---|---|---|---|
| 2 | Ein Viertel der Erwerbstätigen arbeitet zumindest gelegentlich im Homeoffice | 25 % (2025) | Destatis, PM N024, 22.04.2026 |
| 3 | Vollremote schrumpft, Hybrid ist die Norm | nur noch 24 % der Homeoffice-Nutzer ausschließlich zu Hause | Destatis, PM N024, 22.04.2026 |
| 5 | Homeoffice ist zwischen den Branchen extrem ungleich verteilt | 74 % in IT vs. 6 % in der Gastronomie | Destatis, PM N024, 22.04.2026 |
| 6 | Das Medianeinkommen in Deutschland gibt den Maßstab | 54.066 EUR brutto/Jahr, Vollzeit (2025) | Destatis, PM PD26_113_621 |
Abschnitt 1: Wie verbreitet ist Remote-Arbeit in Deutschland?
Der Ausgangspunkt ist eine amtliche Zahl. Im Jahr 2025 arbeiteten 25 Prozent aller Erwerbstätigen zumindest gelegentlich im Homeoffice (Destatis, Pressemitteilung N024 vom 22.04.2026). Vor der Pandemie, 2019, waren es erst 13 Prozent. Die Quote hat sich also gegenüber der Zeit vor Corona nahezu verdoppelt und dann bei einem Viertel der Erwerbstätigen stabilisiert. Sie ist nicht wieder eingebrochen.
| Jahr | Anteil im Homeoffice (zumindest gelegentlich) |
|---|---|
| 2019 | 13 % |
| 2021 | 25 % |
| 2022 | 24 % |
| 2023 | 23 % |
| 2024 | 24 % |
| 2025 | 25 % |
2019 auf 2021 gestrichelt: 2020 wurde in der Quelle nicht erhoben.
Basis: Erwerbstätige, die zumindest gelegentlich im Homeoffice arbeiten. Quelle: Destatis PM N024 (22.04.2026) und N051 (25.09.2025). Grafik: nomado24.com
Ein zweiter, unabhängiger Beleg stützt dieses Bild. Das ifo Institut ermittelte für August 2025 einen Anteil von 24,4 Prozent aller Beschäftigten, die zumindest teilweise von zu Hause arbeiten, und beschreibt das Niveau als "recht stabil bei einem Viertel" seit 2022. ifo-Ökonom Jean-Victor Alipour: "Ein Trend zur Rückkehr ins Büro ist nicht erkennbar" (ifo Institut, 02.09.2025). Zwei unabhängige Quellen landen also bei rund einem Viertel, das macht die Zahl belastbar.
Zugleich ist das Potenzial größer als die Praxis. Nach einer Strukturanalyse von Alipour, Falck und Schüller (ifo/IAB) könnten rund 56 Prozent der Erwerbstätigen ihre Tätigkeit zumindest teilweise von zu Hause erledigen ("homeofficefähig"), während nur 25 Prozent es tatsächlich tun. Wichtige Einordnung: Diese 56 Prozent sind Strukturdaten aus der Zeit um 2020, also kein aktueller Messwert, sondern eine Potenzialgröße; entsprechend gekennzeichnet (IAB-Forum, "Potenzial für Homeoffice noch nicht ausgeschöpft").
| Altersgruppe | Anteil im Homeoffice |
|---|---|
| 35 bis 44 Jahre | 30 % |
| 25 bis 34 Jahre | 28 % |
| 55 bis 64 Jahre | 22 % |
| 15 bis 24 Jahre | 10 % |
Abschnitt 2: Hybrid schlägt Vollremote
Die vielleicht wichtigste Verschiebung der letzten Jahre: Vollremote ist nicht mehr die Norm, Hybrid ist es. Von den Menschen, die 2025 überhaupt Homeoffice nutzen, arbeiten nur noch 24 Prozent ausschließlich zu Hause, während 46 Prozent weniger als die Hälfte ihrer Arbeitstage von zu Hause aus verbringen. Auf dem Pandemie-Höhepunkt 2021 waren noch 40 Prozent der Homeoffice-Nutzer vollremote (Destatis PM N024, 22.04.2026).
| Zeitpunkt | Anteil, der ausschließlich zu Hause arbeitet |
|---|---|
| 2021 (Pandemie-Höhepunkt) | 40 % |
| 2025 | 24 % |
Abschnitt 3: Wer remote arbeitet, und wer nicht
Homeoffice ist kein gleichmäßig verteiltes Privileg. Es hängt stark von Branche, Region und sogar vom Arbeitsweg ab. Diese Verteilungen sind durchweg amtlich belegt und gehören zu den am häufigsten geteilten Befunden dieses Reports.
| Branche | Anteil im Homeoffice |
|---|---|
| IT-Dienstleistungen, Unternehmensführung und Unternehmensberatung | 74 % |
| Informationsdienstleistungen | 68 % |
| Versicherungen und Pensionskassen | 68 % |
| Kfz-Handel und -Reparatur / Einzelhandel | je 10 % |
| Gebäudebetreuung, Garten- und Landschaftsbau | 7 % |
| Gastronomie | 6 % |
Basis: Erwerbstätige 2025, zumindest gelegentlich. Kernaussage: Zwischen IT und Beratung (74 Prozent) und Gastronomie (6 Prozent) liegt Faktor zwölf. Quelle: Destatis PM N024 (22.04.2026). Grafik: nomado24.com
| Bundesland | Anteil im Homeoffice |
|---|---|
| Hamburg | 35,6 % |
| Berlin | 31,2 % |
| Hessen | 27,4 % |
| Brandenburg | 18,1 % |
| Mecklenburg-Vorpommern | 14,1 % |
| Thüringen | 13,5 % |
| Sachsen-Anhalt | 10,9 % |
Ein besonders gegenläufiger, selten genutzter Befund betrifft den Arbeitsweg. Je weiter der Weg zur Arbeit, desto mehr Homeoffice: Wer weniger als fünf Kilometer entfernt wohnt, nutzt es zu 14 Prozent, wer 50 Kilometer oder mehr pendelt, zu 42 Prozent (Destatis PM N051, 25.09.2025). Homeoffice ersetzt also vor allem lange Pendelstrecken.
| Entfernung zum Arbeitsplatz | Anteil im Homeoffice |
|---|---|
| unter 5 km | 14 % |
| 25 bis unter 50 km | 29 % |
| 50 km und mehr | 42 % |
Abschnitt 4: Amtliche Gehaltswerte und Transparenz
Rechtlicher Hintergrund: die EU-Entgelttransparenzrichtlinie. Die Richtlinie (EU) 2023/970 sieht Informationen über Einstiegsentgelt oder Gehaltsspanne vor, etwa in der Anzeige oder vor dem Gespräch (Europäische Kommission, 5. Juni 2026). Diese überarbeitete Ausgabe bewertet weder den aktuellen deutschen Umsetzungsstand noch die Häufigkeit von Gehaltsangaben im Stellenmarkt. Die zurückgezogenen Indexzahlen tragen eine solche Aussage nicht.
Für die tatsächlichen Gehaltshöhen liefern amtliche Zahlen den Maßstab. Der typische Vollzeitbeschäftigte in Deutschland verdiente 2025 ein Medianbruttogehalt von 54.066 EUR im Jahr (Destatis, PM PD26_113_621). Das arithmetische Mittel lag höher, bei 64.441 EUR, und der Ost-West-Unterschied bleibt spürbar (Ost ohne Berlin 46.013 EUR vs. West 55.435 EUR). Für die qualifizierten, remote-typischen Berufe zeigt der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit eine breite Spanne.
| Rolle | Beruf (Anforderungsniveau) | Median EUR/Monat | ca. EUR/Jahr | Quelle (Entgeltatlas) |
|---|---|---|---|---|
| IT (Generalist) | Informatiker/in (Experte) | 6.478 | ca. 77.700 | web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas/beruf/58711 |
| IT (Entwicklung) | Softwareentwickler/in (Experte) | 6.097 | ca. 73.200 | web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas/beruf/15260 |
| Vertrieb | Außendienstmitarbeiter/in (Spezialist) | 5.458 | ca. 65.500 | web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas/beruf/6728 |
| Personalwesen | Personalreferent/in (Spezialist) | 5.088 | ca. 61.100 | web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas/beruf/58977 |
| Buchhaltung | Buchhalter/in (Spezialist) | 4.259 | ca. 51.100 | web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas/beruf/7692 |
| Kundenservice | Kundendienstberater/in (Spezialist) | 3.748 | ca. 45.000 | web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas/beruf/27818 |
Monatlicher Median, Vollzeit, sozialversicherungspflichtig, ohne Sonderzahlungen. Alle Zeilen auf Stufe Spezialist oder Experte (Fachprofi, nicht Einstieg). Das sind amtliche Entgeltatlas-Mediane für diese Berufe, keine nomado24-Gehälter. Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas 2024. Grafik: nomado24.com
Ein Hinweis zur Vorsicht bei Zeitreihen: Der StepStone-Gehaltsreport weist für 2025 ein Medianbruttogehalt von 45.800 EUR und für 2026 von 53.900 EUR aus. Dieser Sprung ist eine Methoden- und Stichprobenänderung (die Ausgabe 2026 nutzt rund 1,3 Millionen Gehaltsplaner-Datensätze), kein tatsächlicher Lohnzuwachs binnen eines Jahres. Er darf nicht als Jahresvergleich gelesen werden (Quelle: StepStone via Controllingportal).
Bezug zum Gender-Pay-Thema. Der Entgeltatlas zeigt in denselben Berufen deutliche Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern: Softwareentwickler/in 5.437 EUR (Frauen) vs. 6.193 EUR (Männer), Buchhalter/in 4.074 EUR vs. 4.905 EUR, Personalreferent/in 4.917 EUR vs. 5.738 EUR (jeweils Median, Deutschland; Entgeltatlas 2024). Genau diese Lücke ist eines der erklärten Ziele der Entgelttransparenzrichtlinie, was den Zusammenhang von Transparenz und fairer Bezahlung unterstreicht.
Abschnitt 5: Wer stellt remote ein?
Korrektur vom 30. September 2026, Version 2: Die historischen Index-Auswertungen dieser Ausgabe sind zurückgezogen. Sie stammen aus einer früheren Quellenbasis, die nicht der heute geltenden Veröffentlichungsrichtlinie entspricht. Die eingefrorene Veröffentlichung enthält aggregierte Zahlen statt der damaligen Einzeldaten. Daraus lassen sich Verteilungen und Gehaltswerte nicht verlässlich neu berechnen. Wir veröffentlichen deshalb keine geschätzte Ersatzserie.
Abschnitt 6: Deutschland im europäischen Vergleich
Im europäischen Vergleich liegt Deutschland im oberen Mittelfeld, aber klar hinter den Spitzenreitern.
| Land | Anteil im Homeoffice |
|---|---|
| Niederlande | 52 % |
| Schweden | 45 bis 46 % |
| Luxemburg | 43 % |
| Deutschland | 25 % |
| EU-27-Durchschnitt | 23 % |
| Rumänien | 4 % |
| Bulgarien | 3 bis 4 % |
Einheitliche Basis: zumindest gelegentlich (Eurostat usually plus sometimes). Schweden und Bulgarien als Bereiche ausgewiesen; Balkenlänge = Bereichsmittel. Quelle: Destatis PM N051 (25.09.2025), gestützt auf Eurostat lfsa_ehomp. Grafik: nomado24.com
Bei der Intensität steht Deutschland vergleichsweise gut da. Unter Beschäftigten mit Hochschulbildung wird in Deutschland etwa 1,6 Tage pro Woche von zu Hause gearbeitet, über dem Durchschnitt von 1,2 Tagen im 40-Länder-Vergleich des G-SWA (ifo Institut, 02.05.2025).
Ausblick. Die Signale für die nächste Entwicklungsstufe der Kategorie sind qualitativ klar erkennbar, auch ohne feste Prognosezahl: Die am schnellsten wachsenden Inhalte und Nachfragesignale in diesem Feld sind Werkzeuge zur Gehaltstransparenz, Remote- und Standort-Hubs, Arbeitgeberseiten sowie Visa- und Relocation-Inhalte. Und KI-Assistenten, allen voran ChatGPT, sind inzwischen ein messbarer Verweiskanal für deutsche Jobsuch-Websites geworden. Wer heute in dieser Kategorie sichtbar bleiben will, investiert in belegbare, immer wieder zitierbare Referenzinhalte, nicht in einzelne Stellenanzeigen.
Abschnitt 7: Methodik
Jeder Befund nennt seine amtliche Quelle und seinen Bezugszeitraum. Aussagen über Beschäftigte sind nicht mit der Zahl ausgeschriebener Stellen gleichzusetzen.
- Korrektur vom 30. September 2026, Version 2: Die historischen Index-Auswertungen dieser Ausgabe sind zurückgezogen. Sie stammen aus einer früheren Quellenbasis, die nicht der heute geltenden Veröffentlichungsrichtlinie entspricht. Die eingefrorene Veröffentlichung enthält aggregierte Zahlen statt der damaligen Einzeldaten. Daraus lassen sich Verteilungen und Gehaltswerte nicht verlässlich neu berechnen. Wir veröffentlichen deshalb keine geschätzte Ersatzserie.
- Definitorische Sorgfalt bei den Makro-Zahlen. Deutsche Homeoffice-Zahlen nutzen unterschiedliche Basen und dürfen nicht vermischt werden: Die 25-Prozent-Schlagzeile bezieht sich auf "Erwerbstätige, zumindest gelegentlich im Homeoffice" (Destatis); die Bundesland-Zahlen nutzen die engere Basis "abhängig Beschäftigte, mindestens ein Tag pro Woche" (bundesweiter Durchschnitt 22,7 Prozent); Panel-Umfragen (etwa PwC, Owl Labs) liegen höher, weil ihre Basis büro-affine Beschäftigte sind. Jede Zahl nennt Jahr und Basis.
- CC BY 4.0 gilt für diesen Korrekturtext. Sie ist keine Freigabe zurückgezogener Datensätze oder fremder Anzeigen.
Über nomado24
Nomado24 ordnet Stellen für Remote-Arbeit ein und trennt vollständig remote, hybrid und geografische Bewerbungsbedingungen. Jede veröffentlichte Statistik braucht einen Datenstand, eine definierte Grundgesamtheit und eine nachvollziehbare Quelle.
Quellen (References)
Amtliche und institutionelle Quellen (extern)
- Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung N024, 22.04.2026 (Homeoffice-Anteil 2025, Trendreihe, Branchen, Alter, Vollremote-Anteil)
- Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung N051, 25.09.2025 (Trendreihe, Pendeldistanz, EU-Vergleich)
- Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung PD26_113_621, April 2026 (Medianbruttojahresverdienst 2025, Ost/West)
- ifo Institut, ifo Konjunkturumfrage, 02.09.2025 (Homeoffice bei einem Viertel, Zitat Alipour)
- ifo Institut, Pressemitteilung 02.05.2025 (Homeoffice-Tage pro Woche, G-SWA)
- IAB-Forum, "Potenzial für Homeoffice noch nicht ausgeschöpft" (Alipour, Falck, Schüller)
- Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, PM 152/2025, Mikrozensus 2024 (Bundesland-Ranking)
- Eurostat, Datensatz lfsa_ehomp (EU-Homeoffice-Vergleich)
- Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas 2024 (Berufsmediane)
- StepStone Gehaltsreport 2026 (via Controllingportal)
- StepStone Gehaltsreport 2025 (via Controllingportal)
- Europäische Kommission: Entgelttransparenz, 5. Juni 2026
- EU-Entgelttransparenzrichtlinie, Umsetzungsstand (Datenstand 20.05.2026; L&E Global, 27.05.2026)
